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Leseprobe aus: “MYSTERIA – Das Tor des Feuers”

Der Nebel war überall. Wohin Niko auch blickte, er sah nichts als wabernden grauen Dunst, der sich vor seinen Augen zusammen ballte und ihm den Blick auf die Umgebung verwehrte. Niko hatte nicht die geringste Ahnung, wo er sich befand. Schon seit Stunden schien er ziellos umherzuwandern. Er erinnerte sich nicht, wo er losgegangen war, und er wusste ebenso wenig, wohin er wollte. Selbst der Grund seiner Wanderung war ihm unbekannt. Er wusste nur eines: Er musste weiter, immer weiter, wenn er an sein Ziel gelangen wollte, wo immer das auch sein mochte. Wie von einer unsichtbaren Macht geleitet, setzte der Junge seinen Weg fort.

Endlich lichtete sich der Nebel ein wenig. Die grauen Schleier, die Niko wie Leichentücher umhüllten, wurden durchlässiger. Endlich erkannte er, dass er über karges Ödland lief, das von Heidekraut, Wollgras und Schnabelried bewachsen war und offensichtlich, kaum dreißig Schritte von ihm entfernt, an ein Hochmoor grenzte. In den nebeligen Schlieren meinte Niko nämlich einen lichten Bruchwald aus verkrüppelten Kiefern und Moorbirken zu erkennen. Hin und wieder reckte sich auch struppiger Säulenwacholder aus dem Dunst empor. Eine fast unwirkliche Stille lag über der Landschaft, gerade so, als befände sie sich jenseits von Zeit und Raum. Plötzlich klang ein Vogelschrei an Nikos Ohr: Kein Zweifel, es war der Schrei des Falken, den er schon mehrere Male vernommen hatte!

Niko drehte sich um die eigene Achse und spähte nach allen Seiten. Zunächst konnte er nichts erkennen. Doch als er den Blick erneut auf den Bruchwald richtete, erklang der Ruf des Vogels ein zweites Mal – und im gleichen Augenblick formte sich das Bild eines großen Falken in seinem Kopf, der aus einer lodernden Feuerwand direkt auf ihn zuflog. Die Vision währte nur Sekunden, bis Niko ein seltsames Leuchten zwischen den Nebelschleiern bemerkte: Einen mehr als haushohen Dom aus Licht, blaugrau schimmernd und mit fließenden Konturen.

Wie magisch angezogen ging der Junge darauf zu. Er war schon auf zehn Schritte herangekommen, als eine Gestalt aus dem Nebel trat. Es war ein Mann, der von einer überirdisch strahlenden Aura umgeben schien.

Überrascht und erschrocken zugleich blieb Niko stehen und musterte ihn verwundert. Wer war das? Niko war sich sicher, ihn noch niemals gesehen zu haben - und dennoch kam er ihm merkwürdig bekannt vor.

Der Mann war groß gewachsen und von kräftiger Gestalt. Er hatte langes dunkles Haar und die ebenmäßigen Gesichtszüge mit den kräftigen Wangenknochen und dem kantigen Kinn zeugten von Entschlossenheit. Ein Umhang aus edlem Tuch, besetzt mit kostbaren Steinen und verziert mit kunstvollen Stickereien, hing von seinen breiten Schultern. Ein Wappen war in Brusthöhe darauf gestickt, das einen mächtigen Falken mit einem Schwert in den Krallen zeigte. Die smaragdgrünen Augen auf Niko gerichtet, lächelte der Mann ihn freundlich an. Als er zu sprechen begann, löste sich der Nebel auf, sodass Niko nun die Steine sehen konnte, die hinter dem Fremden aus der Heide aufragten: drei mächtige Findlinge, die sich wie trutzige Wächter der Zeiten zum Himmel empor streckten.
„Endlich hat mein Warten ein Ende, mein Junge.“ Die Stimme des Mannes war warm und kräftig. „Ich wusste, dass du dem Ruf von Sinkkâlion folgen und zu mir kommen würdest – auch wenn ich viele Jahre darauf warten musste.“

Niko hatte keine Ahnung, wovon der Mann redete, und starrte ihn mit großen Augen an. „Wer ... wer sind Sie?“, stammelte er.

„Wer ich bin, willst du wissen?“ Noch immer lächelte der Unbekannte. „Weißt du das wirklich nicht?“
Niko schüttelte den Kopf.

„Ach“, sagte der Mann und seufzte. „Es ist wohl doch schon zu lange her.“ Damit trat er auf Niko zu und legte ihm die Hand auf den Kopf.

Noch im gleichen Moment pulste ein prickelnder Wärmestrom durch Nikos Körper. „Ich bin ...“, hob der Mann an, als Niko vor seinem inneren Auge eine lodernde Feuerwand erblickte, die ein flammendes Tor bildete. Die lodernde Kraft zerrte an seinen Haaren, an seinen Kleidern und schließlich am ganzen Körper, als wolle sie ihn direkt in ihre feurige, alles verschlingende Mitte ziehen.

Und dann ...

Niko schreckte im Bett hoch. Es dauerte einige Sekunden, bis ihm klar wurde, dass er sich in der kleinen Dach-kammer im Hause seines Großvaters befand. Fröhliches Vogelgezwitscher und das entfernte Schnauben von Pferden drangen durchs offene Fenster. Die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel und der Duft von frisch gedroschenem Getreide stieg ihm in die Nase. Ein leichter Wind blähte die Gardinen und wehte das Gebimmel der fernen Kirchturmglocken heran, die gerade den Mittag einläuteten.

Merkwürdig. Niko barg seinen Kopf in den Händen und rieb sich das Gesicht. Langsam wurden ihm all diese Träume wirklich zu viel.

Die Tür des Schrankes in seinem Zimmer stand weit offen, doch seine Sachen befanden sich immer noch im Rucksack. Warum hatte er ihn nicht ausgepackt? Und warum hatte dieser wirre Traum ihn urplötzlich, wie aus dem Nichts, heimgesucht?

Da fiel Nikos Blick auf das Buch, das neben dem Bett auf dem Boden lag, und er erinnerte sich wieder, es aus dem Rucksack genommen zu haben. Offensichtlich war es ihm aus der Hand gerutscht, als er vom Schlaf übermannt worden war. Er bückte sich, um es aufzuheben. Im gleichen Moment hörte er wieder den Ruf eines Falken, so laut und deutlich, dass er aus unmittelbarer Nähe gekommen sein musste. Vom Dachboden zum Beispiel, der seiner Schlafkammer direkt gegenüber lag.

Aber das war doch nicht möglich, oder?

Falken waren stolze und wilde Tiere, die ihre Freiheit liebten und die Nähe der Menschen scheuten. Niko hatte noch niemals gehört, dass sie unter dem Dach eines bewohnten Hauses nisteten.

Er musste sich getäuscht haben. Der Vogelruf war mit Sicherheit nicht aus dem Speicher gekommen, sondern vermutlich von der großen Eiche hinter der Scheune, wo schon vor vielen Jahren ein Falkenpaar genistet hatte.

Erneut klang der Ruf des Vogels an Nikos Ohr. Eigenartigerweise war er sich diesmal ganz sicher, dass er vom Dachboden gekommen war.

Wie benommen erhob Niko sich vom Bett, ging auf seine Zimmertür zu und öffnete sie.

Die kleine Diele, von der die Holzstiege hinunter ins Erdgeschoss führte, besaß keine Fenster, und so herrschte dort selbst mitten am Tag nur graues Dämmerlicht. Als Niko aus seinem Zimmer trat, blieb er wie angewurzelt stehen und starrte auf die Tür des Speichers, die aus rohen Brettern gefügt war, zwischen denen schmale Lücken klafften. Durch die Ritzen und die breite Spalte direkt über dem Boden drangen Speere aus strahlend hellem Licht hinaus auf den kleinen Flur, gerade so, als befinde sich ein stark leuchtendes Objekt auf dem Speicher. Entschlossen ging Niko zur Bodentür, drückte die Klinke hinunter und betrat den Speicher.

Dicke Schweißtropfen rannen über Ayanis Gesicht. Sie stand am Ufer eines breiten Wildwassers, das mit lautem Rauschen durch die Talsenke strömte. Goldhaselnusssträucher und Trollweidenbüsche säumten die Ufer und das saftige Grasland, das die sanften Hügelflanken auf beiden Seiten des Gewässers bedeckte, war von üppig blühenden Wildblumen und Kräutern durchzogen. Ayani hatte allerdings nur Augen für ihre Angel. Angespannt starrte sie auf den Fisch, der nun schon seit geraumer Zeit wütend daran zappelte. Er war riesig, mindestens eine Elle lang, wenn nicht sogar länger - ein Schnapphecht, einer der gefürchteten und verschlagenen Raubfische, die in den Gewässern des Nivlandes Jagd auf ihre friedliebenden Artgenossen machten. Die pfeilschnellen Räuber waren ständig in Bewegung und sie besaßen deshalb nicht nur ein sehr mageres und wohlschmeckendes Fleisch, sondern waren darüber hinaus auch sehr schwer zu fangen. Ausgerechnet einer dieser ebenso begehrten wie köstlichen Fische hatte an Ayanis Angelhaken angebissen – und es war noch dazu ein wahres Prachtexemplar!

Arawynn hatte also doch recht gehabt: Die Unsichtbaren meinten es wirklich gut mit ihnen. Schließlich hatte Ayani während der letzten Stunde bereits drei Springforellen aus dem Wasser gezogen und in dem Leinensack verstaut, den sie an einer aus dem Bach ragenden Wurzel festgeknotet hatte.

Der Schnapphecht dachte allerdings gar nicht daran, sich einfach in sein Schicksal zu fügen und setzte sich mit aller Macht zur Wehr. Immer wieder warf er sich herum und versuchte davon zu schwimmen.

„Na, warte!“, keuchte Ayani durch die zusammengepressten Lippen. „Glaub bloß nicht, dass ich dich entwi-schen lasse!“ Mit beiden Händen umklammerte sie die Weidenrute, die sich fast bis zum Wasserspiegel bog. Die Schnur, die Ayani ebenso wie die Rute selbst gefertigt hatte, war zum Zerreißen gespannt – aber Ayani hielt sie eisern fest, auch wenn ihre Arme bereits schmerzhaften Protest anmeldeten. Die Aussicht, endlich die lang ersehnte Abwechslung in den eintönigen Speiseplan zu bringen, verlieh ihr zusätzliche Kräfte.
Doch auch der Hecht wollte sich nicht so einfach geschlagen geben. Im Gegenteil: Urplötzlich machte er kehrt, schwamm blitzschnell auf Ayani zu, um dann erneut zu wenden und sich aus dem Wasser zu katapultieren.

Überrascht zuckte Ayani zurück. Während sie mit großen Augen verfolgte, wie der kapitale Schnapphecht mit einem lauten Platsch ins Wasser zurückfiel, um dann rasend schnell davon zu schwimmen, lockerte sie ihren Griff ein wenig. Erst im allerletzten Augenblick packte sie wieder fester zu und konnte gerade noch verhindern, dass ihr die Angel aus den Händen gerissen wurde.
Der missglückte Ausreißversuch schien den Widerstand des Hechtes gebrochen zu haben. Seine Flossen-schläge wurden langsamer, bis er schließlich still im Wasser verharrte.

Vorsichtig zupfte Ayani an der Angel – und tatsächlich: Der Fisch leistete keinerlei Gegenwehr mehr. Während Ayani ihren Fang nun rasch näher zog, wurde sie von einem warmen Gefühl des Triumphes überwältigt:
Sie hatte es tatsächlich geschafft! Maruna, ihre Mutter, würde bestimmt außer sich sein vor Freude, wenn sie mit ihrem Fang nach Hause kam. Und Arawynn würde erst recht staunen; darauf freute sich Ayani sogar fast noch mehr! Im Hochgefühl ihrer Tat bückte sich Ayani, um den Schnapphecht aus dem Bach zu ziehen – da hörte sie hinter sich Geräusche: Stimmen, Stampfen und das Klirren von Metall ... Ayanis Herz machte einen wilden Sprung.

Sie wirbelte herum – und sah fünf Reiter, die direkt vor ihr auf der kleinen Anhöhe Aufstellung genommen hatten. Ihre dunklen Silhouetten zeichneten sich drohend vor dem Blau des Himmels ab – zu spät, viel zu spät, vor ihnen wegzulaufen. Die Angel fiel Ayani aus den Händen, ein dumpfer Laut rang sich aus ihrer Kehle.

Bei den Unsichtbaren!

Der aufregende Kampf mit dem Schnapphecht hatte sie so abgelenkt, dass sie das nahende Verderben überhaupt nicht bemerkt hatte!

Die fünf Krieger in den schwarzen Lederrüstungen waren leicht als Marschmärker zu erkennen. Nicht alleine an den Schilden, die einen roten Greif, das Wappentier Rhogarrs von Khelm, trugen. Die Marschmärker waren auch von weit kräftigerer Gestalt als die feingliedrigen Alwen, hatten breitere Gesichter und flachere Nasen, und auch ihre Augen wiesen weder die für die Alwen typische Mandelform noch das tiefe Smaragdgrün auf.

Die fünf Männer saßen in den Sätteln riesiger Streitrosse und starrten zu ihr herunter.

Im ersten Moment schien es, als wären weder sie noch Ayani zu einer Regung fähig. Es ist aus!, durchzuckte es Ayani. Auch wenn sie flink war ein Wiesel und beim Wettlauf alle jungen Burschen ihres Dorfes mit Leichtigkeit hinter sich ließ - diesen Reitern würde sie niemals entwischen können. Die Pferde der Marschmark waren weithin berühmt für ihre Schnelligkeit und in allen Landen Mysterias heiß begehrt. Es war völlig undenkbar, dass Ayani ihnen entkommen konnte.

„Was treibst du da?“, rief jetzt einer der Krieger – der, der die linke Flanke des Trupps bildete. Ihr Anführer offensichtlich, denn sein Helm war als einziger mit zwei Bergwidderhörnern verziert.

„Oh, nichts, Herr!“, entgegnete Ayani rasch. „Jedenfalls nichts Unrechtes!“

„Was du nicht sagst, du Alwenbalg!“ Die Augen des Mannes schienen reglos, aber seine Stimme bebte. „Hat unser Herr und Gebieter Rhogarr von Khelm euch das Fischen und Jagen nicht strengstens verboten?“

„Ja, ja, schon ...“

„Und warum hältst du dich nicht an die Befehle deines Königs?“

„Weil ...“ Ayani brach ab und starrte die Männer mit klopfendem Herzen an. Jetzt, jetzt musste es sich ent-scheiden, wie sie sich ihnen gegenüber verhielt: duckmäuserisch und feige – oder mutig. ‚Die Befehle deines Königs’, klang es ihr in den Ohren. Das Bild ihres Vaters tauchte in ihrem Inneren auf, wie er zusammengeschlagen wurde und abgeführt von marschmärkischen Soldaten wie diesen, während seine Frau und seine Kinder hilflos daneben standen, gepackt und in Schach gehalten von anderen Kriegern. Noch ehe Ayani wusste, was sie tat, sprudelten die Worte auch schon aus ihrem Mund. „Ganz einfach, Herr“, hob sie an und spürte eine heiße Welle der Wut in sich aufsteigen. „Weil dieser Rhogarr weder mein König noch der Besitzer dieser Fische hier ist. Die Natur schenkt ihre Gaben jedem, der ihrer bedarf, und niemand hat das Recht, sie uns zu verwehren - nicht einmal dieser ruchlose Tyrann, den ihr Euren Herrn und Gebieter nennt!“

„Was erdreistest du dich, du Bastard!“ Endlich war Bewegung in den Anführer gekommen. Das Gesicht zu einer wütenden Fratze verzerrt, wandte er sich an seine Männer. „Es ist allerhöchste Zeit, dass diese Alwin am eigenen Leibe spürt, wer im Nivland das Sagen hat.“ Seine Hand schnellte nach vorne und zeigte auf einen der Krieger. „Los, schnapp sie dir! Wir machen kurzen Prozess und knüpfen sie am nächsten Baum auf!“

„Zu Befehl, Herr Grymm!“, entgegnete der Angesprochene, gab seinem Pferd, einem Falben, die Sporen und sprengte auf Ayani zu.

Allerdings kam er nicht weit. Nach nur zwei Galoppsprüngen traf ihn ein Stein aus Ayanis Schleuder genau an der Stirn. Wie vom Blitz getroffen kippte der Krieger aus dem Sattel und stürzte zu Boden, wo er sich noch einmal überschlug und dann reglos liegen blieb. Der reiterlose Falbe stürmte mit wilden Sprüngen davon.

Erneut ließ Ayani die Schleuder über ihrem Kopf wirbeln, während ihre Augen das nächste Ziel suchten. Diesmal traf ihr Geschoss eines der Pferde genau an den Nüstern. Das Tier stieg unter wütenden Wiehern in die Höhe und warf seinen Reiter ebenfalls ab.

„Beim Zorn der Dämonen!“, schrie Herr Grymm, der Anführer, die restlichen Männer an. Seine Stimme über-schlug sich fast vor Wut. „Sollen wir uns von einem Mädchen zum Narren machen lassen? Worauf wartet ihr noch? Schnappt sie euch! Sie darf uns unter keinen Umständen entkommen!“

Der nächste Stein aus Ayanis Schleuder traf Grymm mitten ins Gesicht und schlug ihm das Nasenbein ent-zwei. Während der Anführer vor Schmerz laut aufschrie und sich die Hand vor die blutüberströmte Nase hielt, ga-ben die beiden anderen Krieger ihren Rappen die Sporen und galoppierten auf Ayani zu.

Die aber machte blitzschnell kehrt und stürmte in den Wildfluss. Das Wasser spritzte hoch auf, während sie mit großen Sätzen dahinsprang und schließlich kopfüber in die tieferen Fluten tauchte. Flink wie ein Otter glitt sie dicht unter der Oberfläche entlang und tauchte erst kurz vor dem jenseitigen Ufer wieder auf. Dort sprang Ayani aus dem Fluss und lief um ihr Leben.

Als Niko auf den Speicher trat, erlosch das gleißende Licht. Die zwei Fenster auf beiden Seiten des Spitzdaches waren klein und schmutzig, sodass das Sonnenlicht allergrößte Mühe hatte, sich durch die Scheiben zu kämpfen. In der fahlen staubigen Düsternis war nicht viel zu erkennen. Nikos Hand tastete nach dem Lichtschalter neben der Tür. Er wollte die nackte Glühbirne anknipsen, die vom First baumelte, hatte jedoch keinen Erfolg – sie war offensichtlich kaputt. Zum Glück gewöhnten sich Nikos Augen rasch an das dämmerige Zwielicht.

Der Boden war mit einem wilden Sammelsurium von Kisten, Truhen, Kommoden, Regalen und alten Schränken zugestellt, in denen sich Gegenstände aller Art auftürmten. Von seinem Standort aus ließ Niko den Blick in die Runde schweifen und sah Stapel von altem Geschirr und ausgemusterter Wäsche, haufenweise Bücher und Fotoalben, zwei offensichtlich defekte Radios, eine Kastenuhr, einen vorsintflutlichen Plattenspieler, jede Menge ausrangiertes Spielzeug, ein Schaukelpferd, dessen Vorderbeine entzwei gebrochen waren und allerlei anderes Gerümpel mehr. Trockenblumensträuße baumelten von einer Wäscheleine, die sich von Balken zu Balken spannte, alte Arbeitskittel hingen an Nägeln, die darin eingeschlagen waren. Altmodische Herrenhüte und –kappen lagen auf einem Brett, und altertümliche Damenhüte, einige davon fast so groß wie ein Wagenrad, schienen sich in einem türlosen Schrank verstecken zu wollen, als schämten sie sich für ihr antiquiertes Aussehen.

Die Luft unter dem Spitzdach war heiß und stickig, sodass Nikos Gesicht im Nu von einem feuchten Schweißfilm überzogen war. Das T-Shirt klebte an seinem Oberkörper, und das Atmen fiel ihm schwer. Während er noch überlegte, woher das unwirkliche Strahlen gekommen sein mochte, das er auf dem Flur wahrgenommen hatte, stieg ihm ein vertrauter Duft in die Nase: leicht bitter und dennoch verlockend. Noch im gleichen Moment bemerkte Niko ein schwaches Glimmen in der hintersten Ecke des Speichers, das nach wenigen Augenblicken wieder verlosch, um dann nach kurzer Zeit erneut aufzuscheinen.

Was war das?

Eine alte Lampe mit einem Wackelkontakt? Oder stand dort vielleicht ein ausrangiertes Blinklicht, das sein Warnsignal nutzlos in die Dunkelheit sandte?

Neugierig geworden, bahnte Niko sich einen Weg durch die ausrangierten Möbelstücke. Der Duft wurde immer stärker, je weiter er sich dem anderen Ende des Speichers näherte. Dort lehnte ein alter Schrank an der unverputzten Stirnmauer, seine Türen standen weit offen. Auf den ersten Blick konnte Niko nichts Besonderes darin entdecken. Alte Bücher, Hefte, Zeitschriften und ein ganzer Stapel von Schallplatten lagen auf dem obersten Regalbrett. Von den zahllosen Draht- und Holzbügeln, die an der Querstange hingen, baumelten Kleider, Blusen, Hemden, Hosen und andere Kleidungsstücke mehr. Erst beim zweiten Hinsehen fiel Niko auf, dass es ausschließlich Mädchen- und Frauenkleider waren – offensichtlich alles Sachen, die Rieke in ihren jungen Jahren getragen hatte. Wahrscheinlich hatte Oma Frida - oder vielleicht auch Opa Melchior – es einfach nicht übers Herz gebracht, die alten Klamotten wegzuwerfen, und sie deshalb zusammen mit den anderen ehemaligen Besitztümern seiner Mutter auf dem Speicher verwahrt.

Nur – woher war das Blinken gekommen? Und woher stammte der geheimnisvolle Duft?

Niko steckte seine Nase in den Schrank und schnupperte: Nein, die Duftquelle befand sich offensichtlich nicht darin. Und das geheimnisvolle Leuchten kam auch nicht von dort. Als Niko einen Schritt zurücktrat, bemerkte er endlich, was er die ganze Zeit übersehen hatte: An der rechten Außenwand des Schrankes hing ein Bügel mit einem unscheinbaren Kleidungsstück - einem einfachen Umhang aus grauem Tuch. Er besaß eine große Kapuze – und von der strahlte nun erneut ein magisches, leicht flackerndes Licht aus!
Niko hielt für einen Moment den Atem an. Dann streckte er die Hand aus und nahm den Umhang vom Bügel. Obwohl er fast bis zum Boden reichte, war er so leicht, als hätte er nicht das geringste Gewicht. Niko wunderte sich noch darüber, als er auch schon das Zeichen erblickte, das knapp über dem Kapuzenrand eingestickt war: Es war die Mannaz-Rune! Sie war es, die den geheimnisvollen Lichtschein aussendete, den er vom Eingang des Speichers aus wahrgenommen hatte – auch wenn das eigentlich völlig unmöglich war: Seit wann konnten Stickereien denn leuchten?

Was unmittelbar darauf geschah, machte Niko vollends fassungslos: Wie zur Antwort leuchtete nämlich auch die Dagaz-Rune auf, die auf seinem Medaillon eingraviert war. Fast schien es, als hätten die beiden Zeichen sich gesucht und gefunden.

Ohne weiteres Nachdenken legte Niko sich den Umhang um die Schultern. Augenblicklich durchströmte ein Gefühl prickelnder Wärme seinen gesamten Körper, vom Scheitel bis zu den Fußsohlen, und noch im selben Moment stieg eine Wolke aus weißem Nebel um ihn auf, wurde größer und größer, bis sie ihn schließlich zur Gänze umhüllte und ihm jegliche Sicht nahm. Trotz des unheimlichen Geschehens verspürte Niko keinerlei Furcht. Im Gegenteil: Er konnte kaum mehr erwarten, was nun geschehen würde – aber da lichtete sich der Nebel schon genauso schnell, wie er aufgestiegen war. Die grauen Schlieren lösten sich auf wie Schatten im Licht. Als Niko sich umblickte, wollte er seinen Augen nicht trauen. Er befand sich nicht mehr auf dem Speicher.
Niko Niklas war in einer völlig fremden Welt.

Staunend sah Niko sich um. Eine so wilde und urwüchsige Landschaft hatte er noch nie zuvor gesehen. Höchstens in den Fantasy-Filmen, die Hollywood in den letzten Jahren mit riesigem Aufwand produziert hatte. Aber diese fantastischen Gegenden waren ja meistens nicht real, sondern wurden für Unmengen von Geldern im Computer geschaffen oder zumindest stark bearbeitet und verändert. Was Niko nun aber mit eigenen Augen erblickte, war zweifelsohne echt. Weit und breit war keine Ansiedlung zu sehen, keine Stadt und auch kein Dorf, ja noch nicht einmal die kleinste Andeutung eines Gebäudes. Niko stand auf einer einsamen weitläufigen Hochebene, die in nördlicher Richtung – dem Stand der Sonne nach zu urteilen - von einer schroffen Hügelkette begrenzt wurde. Eine fast paradiesische Stille lag über dem Land. Nur das fröhliche Zwitschern von Vögeln, das Summen und Brummen von Insekten waren zu hören und auch das Rauschen des Windes, der durch das üppig wuchernde Grün strich, das Niko auf allen Seiten umgab: kniehohes, von farbenprächtigen Wildblumen und blühenden Kräutern durchsetztes Steppengras, aus dem einzelne Bäume und Baumgruppen aufragten. Rechts von Niko erstreckte sich ein dichter Laubwald aus Eichen, Buchen, Ahorn und Birken. Als der Junge jedoch näher hinsah, erkannte er, dass er nur gedacht hatte, die Baumarten zu kennen. In Wirklichkeit musste es sich doch um andere Laubbäume handeln, die den ihm bekannten Arten nur verblüffend ähnlich sahen.

Zu seiner Linken, kaum zwanzig Schritte entfernt, stand eine dichte, scheinbar undurchdringliche Hecke aus übermannshohen Sträuchern und Büschen, die sich über viele hundert Meter dahinzuziehen schien.

Mit einem Mal fühlte Niko ein ungewohntes Gewicht an seinem Hals. Verwundert senkte er den Blick und er-kannte, dass der unscheinbare Anhänger an seiner Kette in einem strahlenden Goldton leuchtete. Gleichzeitig schien er schwerer geworden zu sein, sehr viel schwerer sogar. Wie war das zu erklären? Doch Niko kam nicht dazu, länger darüber nachzusinnen. Urplötzlich hörte er nämlich einen Schrei – und dann neue Geräusche: hastende Schritte und das dumpfe Trommeln von Pferdehufen. Überrascht drehte Niko sich um und erblickte ein Mädchen, das hinter den vor ihm aufragenden Hügelkuppen zum Vorschein kam und auf bloßen Füßen wie ein gehetztes Tier auf ihn zurannte. Es sah aus, als käme es direkt aus dem Wasser: klatschnass von Kopf bis Fuß und das schlichte Kleid klebte wie eine zweite Haut an seinem schlanken Leib.

Dann sprengten Pferde über die Hügel: zwei riesige Streitrosse mit pechschwarzem Fell, die mit einem Ab-stand von gut drei Längen eins nach dem anderen heranstürmten. Auf ihren Rücken saßen finstere Recken in dunklen Lederrüstungen, die es offensichtsichtlich auf die Flüchtende abgesehen hatten. Tief über die schwarzen Mähnen ihrer Rappen gebeugt, hetzten sie dem Mädchen hinterher, als handele es sich um ein Stück Wild. Obwohl das Mädchen sehr schnell war, kamen die Reiter immer näher.

Mit heftigem Keuchen flog die Gejagte direkt auf Niko zu. Er fürchtete bereits, dass sie ihn über den Haufen rennen würde, als sie urplötzlich stehen blieb und auf den Fersen herumwirbelte. Während sie eine Schleuder aus ihrem nassen Kleid zog, bückte sie sich blitzschnell nach einem Stein und lud ihre Waffe damit, ließ sie mit einer kaum wahrnehmbaren Handbewegung über dem Kopf kreisen und feuerte das Geschoss auf den ersten Reiter.

Der Stein traf ihren Verfolger genau am Kopf. Blut spritzte auf und der Krieger kippte mit einem lauten Schmerzensschrei ruckartig nach hinten. Gleichzeitig verriss er die Zügel, das in rasender Schnelligkeit dahinstürmende Pferd kam aus dem Gleichgewicht und stürzte hart zu Boden. Der Reiter wurde aus dem Sattel geschleudert und blieb benommen liegen, während sein Streitross sich laut wiehernd überschlug.

„Ja!“, jubelte das Mädchen im wilden Triumph und wirbelte herum. „Lauf, wenn dir dein Leben lieb ist!“, schrie es Niko an. „Lauf so schnell du kannst!“ Ohne dem Jungen einen weiteren Blick zu schenken, stürmte sie auf die dichte Hecke zu und war Augenblicke später darin verschwunden.

Der zweite Reiter heftete sich sofort auf ihre Fersen. Er rief dem sich mühsam aus dem Gras aufrappelnden Kumpanen noch ein paar Worte zu ... - „Ich kümmere mich um das Alwenbalg! Schnapp du dir diesen Kerl!“ -, dann sprengte er auch schon davon.

Erst nach einer Schrecksekunde ging Niko auf, dass mit dem ‚Kerl’ er selbst gemeint war! Während der ge-stürzte Krieger einen schrillen Pfiff ausstieß, um seinen Rappen herbei zu beordern, hastete Niko los. Der Umhang wehte wie ein grauer Schleier hinter ihm her, als er wie von Sinnen auf den dichten Wald zustürmte, von dem er sich Rettung versprach. Zwischen den eng stehenden Bäumen, so war ihm blitzschnell aufgegangen, würde der Reiter ihm nicht folgen können. Oder zumindest würde er da nicht so schnell vorankommen wie auf dem freien Grasland.

Niko hatte den Waldrand schon fast erreicht, als er sich noch einmal nach seinem Verfolger umdrehte. Der finstere Kerl stieg gerade in den Sattel und würde schon im nächsten Augenblick hinter ihm herpreschen. Dennoch war er noch ein gutes Stück von ihm entfernt. Ziemlich weit sogar, wie Niko mit jäher Erleichterung erkannte.
Die Aussicht auf eine erfolgreiche Flucht beflügelte seine Schritte. Niko stürmte nun wie der Wind dahin, bis er urplötzlich über eine im tiefen Gras verborgene Wurzel stolperte und aus vollem Lauf der Länge nach hinschlug! Der Umhang wurde von seinen Schultern gerissen und ein stechender Schmerz bohrte sich wie ein heißes Messer in seinen Rücken.

Im ersten Moment konnte Niko sich nicht mehr bewegen. Zum Glück aber kehrte das Gefühl rasch wieder in Arme und Beine zurück. Doch noch ehe er sich aufrappeln konnte, drang das dumpfe Trommeln schneller Hufe an sein Ohr.

Nikos Herz schlug wie wild und das Blut pochte in seinem Kopf. Es konnte nur noch Augenblicke dauern, bis der schwarze Reiter ihn einholte.

Und dann gab es kein Entkommen mehr.

 

Die Höhle war groß und unheimlich. Der zuckende Schein zahlloser Fackeln und Kerzen erhellte sie nur spärlich. Das stete Tropfen von Wasser war zu hören, das mit der Monotonie eines Uhrwerks auf den nackten Boden platschte. Lange und spitze Felsnasen hingen von der Decke, die in der Mitte der Höhle in einen engen kaminartigen Spalt mündete, der sich weit in den darüber liegenden Berg bohrte. Direkt darunter loderte ein Feuer. An einem Eisengestell hing ein großer schwarzer Topf, ebenfalls aus Eisen, in dem eine rötliche Flüssigkeit vor sich hinblubberte. Rote Schlieren durchwoben auch den Dampf, der daraus emporstieg. Das spärliche Mobiliar - Tische, Stühle, Regale und Stellagen - war aus grob gehobelten Balken und Brettern gefertigt. Die seltsamen Utensilien auf den Tischen und in den Regalen deuteten daraufhin, dass es sich um eine Werkstatt handelte – oder um eine Art Studierzimmer. Überall türmten sich Bücher, Schriften und Pergamentrollen. Daneben waren zahllose Gefäße aufgereiht - Gläser, Büchsen, Tiegel, Kolben, Töpfe und Phiolen – , die Pülverchen und Flüssigkeiten in allen Farben enthielten, getrocknete, gemahlene und zerstoßene Kräuter sowie Mixturen aller Art. Auch große Glasgefäße waren darunter, in denen sich allerlei totes Getier befand: Schlangen, Skorpione, Kröten, riesige Spinnen, Tausendfüßler, haarige Würmer.

Etwas abseits davon, in einer nischenhaften Ausbuchtung der Höhlenwand, stand ein kleiner altarähnlicher Tisch – und darauf ruhte das abgeschlagene Haupt eines greisen Mannes, das erstaunlich lebendig wirkte. Die langen Haare waren schlohweiß, wie es seinem Alter entsprach, und die Augen geschlossen. Sein Wangen aber waren rosig und die Lippen von einem frischen Rot, sodass es so aussah, als sei er noch am Leben und schliefe nur.

Schemenhafte Flügelwesen geisterten durch die von Rauchschwaden durchwölkte Höhle: große Vampirfle-dermäuse, deren Schnauzen vom Blut der Beutetiere befleckt waren, von denen sie sich ernährten. Um einen der Stützbalken, die sich in luftiger Höhe quer durch die Höhle zogen, ringelte sich eine Schlange.

In der Nähe des Feuers an einem Tisch saß eine Frau mit pechschwarzen Haaren, die ihr wirr vom Kopf standen. In ein enges Kleid aus rotschwarzer Schlangenhaut gehüllt, war sie in ein großes Buch vertieft, das aufgeschlagen vor ihr lag. Während sie darin las, murmelte sie ohne Unterlass kaum hörbare Worte vor sich hin. Ihre Reptilienaugen – die Hornhaut flammendrot und die Iris rund um die tiefschwarzen Schlitzpupillen phoshorgelb gezeichnet - glühten wie im Fieber. Der Zeigefinger ihrer rechten krallenartigen Hand, an dem ein großer goldener Ring steckte, unterstrich dabei Zeile für Zeile. Ihre Linke dagegen ruhte reglos auf dem Tisch. Eine Spinne, schwarz behaart und beinahe krebsgroß, hatte es sich darauf bequem gemacht, was die Frau jedoch nicht im Geringsten zu stören schien.

Dicht an der vorderen Tischkante stand ein dreibeiniger, reich mit Symbolen verzierter kleiner Silberkessel, vielleicht fußbreit im Durchmesser und ebenso hoch. Das seltsame Gefäß war mit einer Flüssigkeit gefüllt, die an schwarze Tinte erinnerte. Mit einem Mal und ohne erkennbaren Grund begann die Tinktur zu blubbern, leise und kaum vernehmlich, wurde dann lauter und lauter, bis sie schließlich deutlich hörbar brodelte.

Mit einem jähen Ruck löste die Frau den Blick vom Buch und starrte mit rotgelb flammenden Augen auf den Silberkessel. „Odhur!“, flüsterte sie. „Was hast du mir zu sagen, Odhur?“

Eine dunkle Wolke stieg nun aus der brodelnden Tinte empor und formte einen Kegel von der Größe eines Menschenkopfes, der das Gefäß bald vollständig verhüllte und sich schneller und schneller um die eigene Achse drehte. Nun erst war zu erkennen, dass der rasende Wirbel keineswegs aus Dampf bestand, sondern aus einer Vielzahl winzigkleiner Partikel, die den Zeichen und Symbolen auf der Außenwand des Kessels glichen.

Mit gespannter Erregung sprang die Frau auf. „Sprich zu mir, Odhur!“, rief sie. „Überbringe deiner Dienerin Sâga deine Botschaft!“ Damit streckte Sâga die Krallenhand nach vorne und fächelte durch den dunklen Wirbel. Die Zeichenwolke fiel augenblicklich in sich zusammen und rieselte in das silberne Gefäß zurück, in der die pechschwarze Tinte zu einer kristallklaren Flüssigkeit geworden war.

Die Magierin beugte sich über den Kessel und blickte auf seinen Grund, auf dem nun wie in endloser Ferne, aber dennoch klar und deutlich erkennbar, eine saftig grüne Hochebene zu sehen war. Ein Reiter auf einem schwarzen Pferd preschte darüber hinweg und hielt geradewegs auf einen Jungen zu, der sich eben vom Boden aufrappelte und sich einen unscheinbaren blassblauen Umhang um die Schultern warf. Noch im gleichen Augenblick stieg Nebel auf, und als er sich wieder lichtete, war der Junge verschwunden.

„Bei allen Dämonen...“, hauchte die Frau ungläubig. „Es ist ... ein Knabe! Aber wie nur ... ist er in den Besitz deines Mantels gekommen, Odhur?“

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Leseprobe aus: „MYSTERIA – Das Tor des Feuers“ von Peter Freund, Seite 98 – 116, © cbj München

 

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